Anleitung 360° Grad-Fotos auf Facebook

Wie funktioniert das eigentlich mit den wunderschönen 360° Grad-Fotos auf Facebook? Eine ganze Reihe an Facebook-User haben mich das gefragt, nachdem ich den Kölner Dom gepostet hatte und das Posting mittlerweile über 1.500 Mal geteilt wurde und ein Millionen Publikum hatte. In dieser kleinen Anleitung beziehungsweise Tutorial erkläre ich euch, wie ich vorgegangen bin. Mein 360 Grad Foto könnt ihr in vollem Umfang mit allen Funktionen direkt auf Facebook bewundern.

Panorama oder 360° Fotos

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Fotos, die der Facebook-Nutzer sich gerade durch Drehung des Smartphones oder durch eine Klick-Schieb-Technik am Bildschirm anschauen kann. Die eine Fotoart ist das klassische Panorama. Dabei bewegt der Fotograf die Kamera einmal im Kreis um sich herum. Die Bewegung erfolgt ausschließlich auf der Horizontalen.

Eine andere Art von Fotos ist die vollständige Aufnahme der Umgebung im 360° Grad-Modus auf der Horizontalen und auf der Vertikalen. Auf dem Foto kann dann in den Himmel geschaut werden, wie auf dem Boden, der Blick nach vorne und der Blick nach hinten sind ebenfalls möglich. Es ist ein Rundumblick in alle möglichen Richtungen.

Welche Kamera benötige ich?

Es gibt verschiedene Kameras, mit denen ihr solche Fotos machen könnt. Auf ganz professioneller Ebene kommen oft vier GoPros zum Einsatz, die in eine spezielle 360-Halterung eingesetzt werden, um dann gleichzeitig ein Foto oder Video aufzunehmen. Daneben gibt es viele moderne Smartphones, die ebenfalls einem speziellen Panorama oder 360° Modus ausgestattet sind.

Aufnahme von 360° Fotos

Bei der GoPro gibt es eine extra Software, die am Ende das Video oder die Fotos zusammensetzt und als 360° Grad Bild erstellt. Bei den Smartphones ist dies ein wenig anders und natürlich nicht so professionell.

In meinem HTC M8 zum Beispiel gibt es in der Kamera-App einen Modus für Panorama-Fotos. Wenn ich den Modus wähle, habe ich zusätzlich noch die Chance auszuwählen, ob es ein klassisches Panorama oder ein 360° Foto werden soll.

Das Panorama ist vergleichsweise schnell erstellt, wohingegen ich beim 360° Foto mich im Kreis drehe, um auf Anweisung der App hin verschiedene Punkt in den Fokus nehme. Sobald ich den entsprechenden Punkt fokussiert habe, macht die Kamera automatisch ein Foto und das wiederholt sich dann so lange, bis alles um mich herum abfotografiert ist. Am Ende setzt die App automatisch die verschiedenen Bilder zu einem vollständigen 360° Grad-Foto zusammen.

Beim vielen iPhones kann die Kamera-App in der Regel nur Panorama-Fotos machen (nach einer ersten Recherche). So muss man dabei über einen kleinen Umweg gehen (so ein Tipp, den ich bekommen habe) und zwar über die Google App Street View kann der Nutzer auch Panoramabilder erstellen. Bei einem ersten Test war ich aber ehrlich gesagt noch nicht wirklich überzeugt. Darüber hinaus gibt es noch andere 360 Grad Apps, die ich selbst noch nicht ausprobieren konnnte.

Herausforderungen bei der Aufnahme

Die Herausforderung bei den Panorama und bei den 360 Grad Fotos ist es, dass wenig Bewegung im Spiel sein sollte. Sollten sich Menschen, Tiere oder Gegenstände bewegen, gibt es Probleme bei den Bildern und es entstehen sehr schnell Geister. Dies passiert, weil das Endfoto aus mehreren Fotos zusammengesetzt wird.

Veröffentlichung von Fotos auf Facebook

Am Ende könnt ihr das Foto ganz normal auf Facebook hochladen. Facebook erkennt dann automatisch, dass es sich um ein Panorama oder 360° Foto handelt und bindet das Foto entsprechend in die Webseite ein, dass andere User es sich gut anschauen können. Probleme gibt es dabei aktuell nur, wenn Panorama-Fotos einen zu kleinen Ausschnitt gewählt haben.

 

Über den Author

Stefan Lesting

Stefan Lesting ist Geschäftsführer der Lesting Media & Consulting. Zusammen mit seinem Team berät er Unternehmen und Organisationen zu den Themen Reichweitensteigerung, Social Media und Digitale Transformation. Lesting hält in diesen Bereichen regelmäßig Vorträge und leitet Workshops.

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