Macht es einen Sinn, dass man Twitter nutzt? Aus meiner Sicht auf jeden Fall, denn ich vertrete die Sicht eines jungen Erwachsenen, der für die Innovation plädiert, positiv in die Zukunft schaut und ziemlich genau weiß was er will.

Dies soll nun kein Werbeeintrag für meine Person sein, sondern den Einstieg in die Lebenswelt von Jugendlichen (soziologisch Personen im Alter von ca. 12-29 Jahre) geben. Da insgesamt nicht einfach von den Jugendlichen gesprochen werden sollte, muss ich mich noch weiter eingrenzen und mache dies dadurch, dass ich im nachfolgenden von jungen Erwachsenen im Alter von 19 bis 27 spreche. Nun mehr auch nicht von allen jungen Erwachsenen, denn spätestens durch die Sinus Milieu Studie U27 wird aufgezeigt, dass es die verschiedensten Milieus gibt, welchen unterschiedliche Lebensweisen und Charakterzüge zugeordnet werden.

Wichtig ist bei dem Thema Twitter zu sehen, dass es nicht für jeden einen Sinn macht diesen kostenfreien Dienst aktiv zu nutzen, also demnach dort auch Inhalte zu publizieren. Warum das so ist erklärt sich sehr stark dadurch wenn man die Milieuaufgliederung mit einem normal verlaufenden „product life-cycle“ verknüpft. Kurz gesagt: Es geht vor allem darum, dass Twitter eine Präsentationsplattform ist, welche jeder nutzen kann, aber nur wenige Erfolg haben.

Aber wer hat Erfolg, dies sind sicherlich Personen aus den Leitmilieus, also die Personen, welche Trends setzen, zu den „early adopters“ gehören und andere Menschen dadurch beeinflussen.

Daraus schließt sich sehr schnell die Annahme, dass es keinen Sinn macht als erfolgreicher aktiver Twitterer zu vielen anderen Personen zu folgen. Es klingt vielleicht arrogant, wenn man behauptet, dass es für diese Gruppe nicht um einen netten Austausch geht, sondern darum gezielt Informationen in die Welt zu setzen. Von der Gegenseite betrachtet; wer keine Trends setzt oder sie setzen möchte, sollte einfach nur „still“ den anderen folgen, was ebenso in Ordnung geht.

Ein Mittelding ist aus meiner Erfahrung kaum erfolgreich und sollte demnach auch nicht verfolgt werden. Die Frage, die sich hier dann noch stellt ist auf jeden Fall noch, was hat Erfolg, wenn man selber aktiv twittert.

In den letzten Wochen habe ich viel mit den Medien Twitter, Blog und Facebook getestet und dabei habe ich auch einen Fokus darauf gelegt zu schauen, ob sich Synergien herstellen lassen.

Dabei bin ich nun zu einem Ergebnis gekommen bei der Auswertung verschiedener Zugriffsstatistiken. Interessant dabei war zu sehen, dass mein Blog am meisten von den verschiedenen Verknüpfungen profitiert hat. Durch Twitterpostings kommen somit einige Besucher mehr auf meinen Blog. Dies geschieht nicht unbedingt direkt, sondern zu einem Großteil indirekt über Facebook, wo ich meinen Tweet mit eingebunden habe.

Ein ganz neuer Trend sind im Übrigen die kurzen URL’s, welche anscheinend eine hohe Attraktivität dadurch bekommen, dass man nicht sieht, wohin man genau weitergeleitet wird. Hier entsteht somit ein Abenteuercharakter und damit ein Unterhaltungswert. Um die Synergien am besten zu nutzen erstellt man somit am besten eine kurze URL zu einem Blogeintrag und postet dazu in Twitter eine kurze Meldung, welche über Facebook direkt weiter verbreitet wird.

Weniger interessant, aber trotzdem mehr Nutzen als Schaden ist, dass man seinen Twitter Feed auch in seinen Blog einbindet. Hierdurch werden direkt zwar nur wenige Klicks zu seinem Twitteraccount geniert, aber dies ist sicherlich durch einen zusätzlichen Button ausbaufähig.

Doch wie immer ist hier festzustellen, dass wir im Internet sind, Trends sich schnell verändern und nicht ewig gelten.

Über den Author

Stefan Lesting

Stefan Lesting ist Geschäftsführer der Lesting Media & Consulting. Zusammen mit seinem Team berät er Unternehmen und Organisationen zu den Themen Reichweitensteigerung, Social Media und Digitale Transformation. Lesting hält in diesen Bereichen regelmäßig Vorträge und leitet Workshops.

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