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	<title>Stefan Lesting &#187; Web 3.0</title>
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	<description>Plädoyer für den nächsten Innovationsschritt!</description>
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		<title>Bürgerkrieg 3.0</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 14:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[20 Jahre nach dem Mauerfall stecken wir im Bürgerkrieg 3.0. Anders formuliert könnte dieser Krieg auch unter dem Namen „Stuttgart 21“ oder kurz „#S21“ in die Geschichte eingehen. Die Waffen der Krieger bestehen schon längst aus keinen tödlichen Geschossen, sondern es sind Hightech-Wunderwaffen, die fast jeder Mensch mittlerweile mit sich herum trägt. Die Rede ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>20 Jahre nach dem Mauerfall stecken wir im Bürgerkrieg 3.0. Anders formuliert könnte dieser Krieg auch unter dem Namen „Stuttgart 21“ oder kurz „#S21“ in die Geschichte eingehen. Die Waffen der Krieger bestehen schon längst aus keinen tödlichen Geschossen<span id="more-1428"></span>, sondern es sind Hightech-Wunderwaffen, die fast jeder Mensch mittlerweile mit sich herum trägt. Die Rede ist von Handys mit Internetzugang. Jeder Streit, jede Eskalation zwischen Demonstranten und der Staatsgewalt, um das Stuttgarter Bahnhofsprojekt zur Verlegung des Hauptbahnhofs unter die Erde, wird festgehalten in Text, Bild und Ton. Videos finden sich auf YouTube wieder, Bilder stehen in Facebook, 140 Zeichen lange Horrornachrichten werden über Twitter gepostet und einen Live-Stream gab es auch.</p>
<p>Willkommen in einer neuen Dimension des Krieges. Eingreifen kann jeder, egal von welchem Ort und egal zu welcher Zeit. So kommt es, dass Schüler sich früh morgens gegenseitig mobilisieren und gemeinsam mit Rentnern demonstrieren gehen. Am Nachmittag werden diese Gruppen dann „zusammengeschlagen“ – laut Fernsehen und Internet – und in der Nacht fällt dann doch der erste Baum, den es von Seiten der Demonstranten zu beschützen galt.</p>
<p>Auf der anderen Seite &#8211; so scheint es &#8211; ist der Staat macht- aber nicht wehrlos; so kommen Wasserwerfer, Pfefferspray und Spezialeinheiten auf dem realen Schlachtfeld zum Einsatz, doch das virtuelle Schlachtfeld wird vom „Volk“ oder besser gesagt einigen <a href="http://m4gic.posterous.com/s21-demo-eskaliert-so-benutzt-man-twitter-zur" target="_blank">Populisten</a> beherrscht.</p>
<p>Immer mehr Tweets werden um die Welt geschickt, immer mehr Fotos landen im Netz, Blogeinträge sortieren die Gemengelage und am Ende hat jeder ein Bild von dem was da schlimmes in unserer Gesellschaft passiert!??</p>
<p>Falsch, denn es ist unübersichtlich, es gibt keine neutrale Stimme, die den Wust an Informationen analysieren und darstellen kann. Meinungen, Hetze, kurze Impressionen prallen aufeinander, dazwischen einige scheinbar sachliche Infos, gepaart mit Wut, Frustration, Angst und der Frage: Wer kämpft hier eigentlich gegen wen? – <a href="http://fxneumann.de/2010/10/01/ohnmacht-wut-und-repraesentative-demokratie/" target="_blank">Ohnmacht</a>??</p>
<p>Undurchsichtig ist das Ganze schon. Die einen kämpfen um Bäume und um die Natur, die anderen um ihr Stadtbild, wieder andere um ihre Vision und ums Prinzip, noch wieder andere um ihr Recht und am Ende geht es dann doch nur um unsere Demokratie, was wohl so viel heißen könnte wie: Es geht um die Frage wer wie viel Geld in der Zukunft bekommt.</p>
<p>Wie der Kampf ausgeht ist noch ungewiss, doch ist in meinen Augen klar, dass uns viel Veränderung in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren erwartet. Das demokratische System, wie wir es aktuell kennen wird so nicht bestehen bleiben können (es gibt ein zu großes Ungleichgewicht zwischen System und der Gesellschaft). Schon fast in Vergessenheit geraten, aber eine erste Andeutung passierte bei den Studentenprotesten „Uni brennt“. Darüber hinaus jüngst die Debatten um den Eingriff von Firmen in die Frage unserer Privatsphäre (Google StreetView), die Regulierung der Finanzmärkte oder das globale Problem wie der Klimawandel spitzen die Lage zu und fordern eine teilweise Neuausrichtung der bestehenden Strukturen, Innovationen und Visionen.</p>
<p>Der Mensch lernt vernetzt zu denken und zu leben, dass Internet hilft dabei geographische und zeitliche Lücken zu schließen, virtuelle und reale Identitäten verschwimmen. Einfach: <span style="text-decoration: line-through;">Bürgerkrieg</span> Weltkrieg 3.0 – es geht darum sich den besten Platz in einer „neuen“ Welt zu sichern.</p>
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		<title>WOW – Hier kommt/ist das Web 3.0!</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 16:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach der Modeerscheinung des Web 2.0 stecken wir schon längst in den Anfängen der nächsten Epoche des Internets. Es wird Zeit das nächste Kapitel des Internets öffentlich zu benennen, nachdem im Jahr 2005 die Rede vom Web 2.0 war, so sollte heute eher der Begriff vom „Web 3.0“ gewählt werden, um die Weiterentwicklung des Mediums [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1291" title="web30" src="http://www.lesting.org/uploads/2010/01/web30.jpg" alt="" width="150" height="150" /><strong>Nach der Modeerscheinung des Web 2.0 stecken wir schon längst in den Anfängen der nächsten Epoche des Internets.</strong></p>
<p>Es wird Zeit das nächste Kapitel des Internets öffentlich zu benennen, nachdem im Jahr 2005 die Rede vom Web 2.0 war, so sollte heute eher der Begriff vom „Web 3.0“ gewählt werden, um die Weiterentwicklung des Mediums zu beschreiben. Doch was müssen wir genau unter dem Web 3.0 verstehen?<span id="more-1290"></span></p>
<p>Es ist vor allem erst einmal ein Zeitabschnitt, der durch ein bestimmtes Benutzerverhalten geprägt wird, ähnlich wie die vorangegangenen Epochen des Internets. Dabei wird das Web 3.0 gerade dadurch geprägt, dass wir nicht mehr zwischen realem und virtuellem Leben einer Person, die das Internet nutzt, unterscheiden können. Das Internet ist zu einem Teil des Lebens geworden, da es immer im realen Leben mit dabei ist und eine wichtige Rolle spielt.</p>
<p>Die technische Weiterentwicklung der mobilen Technologien hat dabei geholfen und so kann sich heutzutage fast jedes Mobiltelefon mit wenigen Klicks ins Internet verbinden. Darüber hinaus haben sich auch die Telefontarife dem Bedarf angepasst und so gibt es bezahlbare Datenoptionen, die es den Menschen ermöglichen immer online zu bleiben. Im Endeffekt gibt es durch diesen Umstand keine reinen virtuellen Identitäten mehr bei der alltäglichen Nutzung des Internets.</p>
<p>Einzig und allein Phänomene, wie 3D Welten und virtuelle Spiele haben den Anspruch darauf, dass der User in eine Parallelwelt eintritt und dort in den Charakter einer Spielfigur übernimmt. Das bekannteste Beispiel für solch eine Welt ist „Second Life“, doch wie der Name schon sagt handelt es sich hier um ein bewusst ausgewähltes zweites Leben. Jeder User, der hier einsteigt weiß also darüber Bescheid, dass er sich auf eine Plattform begibt, die vornehmlich der reinen Unterhaltung dient und darüber hinaus meidet der Mainstream die 3D Welten. Dies stellt einen krassen Gegensatz zu den populären sozialen Netzwerken dar, wie Facebook, Xing oder StudiVZ, denn in diese Netzwerke tritt der User mit seinem wahren Gesicht auf.</p>
<p>Ein User kann zwar versuchen sich online besser darzustellen als er wirklich ist, doch hat dieses schon auf kurze Sicht keinen Erfolg, denn in der neuen Realität sind alle online und das Feedback kommt direkt und bestraft Lügen eiskalt. Vielleicht führt das Internet in seiner Eigenart auch dazu, dass die Menschen ehrlicher miteinander  umgehen. Wozu es auf jeden Fall führen wird ist, dass die Menschen immer mehr Berührungsängste verlieren werden, um aufeinander zuzugehen.</p>
<p>Schon heute erzählen die Menschen live und unzensiert von den Orten, an denen sie sich gerade aufhalten und treten durch Dienste, wie Twitter ganz unbewusst mit Menschen in Kontakt, die sie nicht kennen, welche aber ähnliche Interessen verfolgen. So kann es zum Beispiel vor einem Konzert oder einem Kongress vorkommen, dass Personen sich über das Internet kennenlernen und dann beschließen sich auf dem Event zu treffen und dieses gemeinsam zu erleben. Doch es brauchen auch nicht immer Events sein, welche die Menschen antreiben sich mit anderen fremden Menschen zusammenzusetzen. Ein gutes Beispiel hier ist sicherlich ein Twittagessen. Hierbei treffen sich verschiedene Personen einfach nur um dem Bedürfnis nachzugehen etwas zu essen nach einer Verabredung, die online über den Kurznachrichtendienst Twitter stattgefunden hat. Die durch das Internet teilweise gegebene Anonymität wird bei solch einem Essen aufgegeben zugunsten einer gemeinsamen Mahlzeit und frei von Berührungsängsten.</p>
<p>Da das Internet gerade erst am Anfang des Web 3.0’s steht ist in der Zukunft noch viel Spielraum gegeben den Begriff „Web 3.0“ auszudehnen und mit konkreten Inhalten und Plattformen zu verknüpfen. Doch ein Trend lässt sich schon heute festhalten und das ist der, dass das neue Zeitalter des Internets nicht nur persönlicher wird, sondern auch immer menschlicher. Dies liegt dann vor allem daran, dass immer mehr Personen online sind, aber auch vor allem an der Tatsache, dass die Hürden immer geringer werden um das Internet mitzugestalten und in sein Leben zu integrieren.</p>
<p>Am Ende ist das Web 3.0 einfach nur der Zeitraum, indem die bisher vorhandenen Grenzen  zwischen virtueller und realer Welt verschwinden und eine Unterscheidung unnötig und sogar vielleicht unmöglich wird.</p>
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