Irgendwo im Netz, mitunter in Twitter, hatte ich schon einmal berichtet, dass ich in diesem Jahr wieder eine Firmgruppe als Katechet begleite. In der Firmvorbereitung, wo die Firmbewerber sich zum Beispiel mit ihrem Glauben, der eigenen Identität und ihrem Umfeld auseinandersetzen gehört auch ein Vorstellungsgottesdienst in der Gemeinde. Für diesen Gottesdienst hatte jede Gruppe den Auftrag eine Fürbitte vorzubereiten.
“Herr wir bitten dich um Weltfrieden, Gerechtigkeit, für die Armen” etc. sind für viele eine Herausforderung. Doch Johanna, Laura, Nico, Stefffen und Yannick haben sich dieser gestellt, sie innerhalb von rund 15 Minuten gemeistert und dabei die Messlatte auch noch sehr hoch gesetzt.
So wundert auch die erste Rückfrage nicht, nachdem die “Aufgabe” erklärt war: “Können wir die Fürbitte nicht einmal anders machen, also irgendwie cool?”
Klar geht das! Einfachstes Mittel, um eine Fürbitte ein wenig anders zu gestalten ist in meinen Augen, dass man zum Beispiel eine Passage des Dankes einbaut. Doch es geht noch mehr und so kann man die Fürbitte auch in Reimform vortragen, so wie die Mädels und Jungs es gemacht haben:
hey du da oben
lass und weiter toben
lass uns weltmeister sein
das wäre mega fein
Danke das ich hier sein darf
das ist echt mega scharf
danke das du bei uns bist
wegen dir bin ich christ
Ich hoffe das bleibt weiter so
für alle anderen ebenso.
auch in schlechten zeiten
wenn die menschen sich mal streiten
Das die Fürbitte gut angekommen ist bei den Gottesdienstbesuchern haben die Reaktionen gezeigt im Anschluss der Messe. So hab ich es zum ersten Mal in meiner Heimatgemeinde erlebt, dass eine Fürbitte zum Thema sämtlicher Gespräche nach dem Gottesdienst wurde.
Ein schönes Erlebnis, dass Mut macht weiter zu machen auch in Zeiten, die für die Kirche und die Gläubigen durchaus schwierig sind.