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  • am 30.03.2010
  • um 12:33 Uhr
  • von Stefan

13th World Business Diaologue 1

Eine weitere Erfahrung für das Leben, die Teilnahme am World Business Dialogue (kurz WBD), welcher am 17. und 18. März zum bereits 13. Mal stattfand. Ich war dabei und zwar als Helfer im Bereich der Kongressorganisation und konnte dadurch einen Einblick hinter die Kulissen gewinnen.

Ziemlich genial an dem WBD ist die Tatsache, dass er komplett ehrenamtlich von Studenten organisiert wird. Dies geschieht meist neben dem Studium mit einem Einsatz, der viel größer ist als es je ein bezahltes Team leisten würde. Der WBD besteht vor allem aus den zwei Haupttagen an dem über 600 internationale Studenten, Firmenvertreter, Politiker und Wissenschaftler zusammentreffen in Workshops oder im großen Plenum, um zu diskutieren und sich auszutauschen.

Darüber hinaus gibt es an dem Tag vor dem Kongress eine Karrieremesse bei der sich eine ganze Reihe Firmen präsentiert haben. Gerade dieser Tag, welcher auch noch als Aufbautag genutzt wird an einigen Stellen, war ziemlich unplanmäßig im Rückblick, denn plötzlich kam der Hausmeister zu uns und sagte, dass  nun alle das Gelände verlassen müssen, da gerade eine Bombe gefunden wurde. Im Ausdruck seiner Stimme wurde schnell klar, dass es ernst war. Bei der Bombe handelte es sich dann zum Glück nicht um ein Attentat, welches auf uns verübt werden sollte, sondern um eine Fliegerbombe, die seit dem zweiten Weltkrieg tief in der Erde ein Stück weit vom Kongressgelände im Boden lag. Doch wenn nun gerade während der Veranstaltung genau an dieser Stelle tief gebuddelt wird, dann passiert es halt auch schon mal, dass die Bombe zum Vorschein kommt und das Areal weitläufig gesperrt wird, um die Entschärfung vorzunehmen.

Für uns war dies ein nicht ganz passender Stopp, aber was kann man tun.. Die Lösung war recht einfach die Übersiedelung ins Bürogebäude des Organisationsforums für den Wirtschaftskongress einige Straßenzüge weiter. Und wenn man dann noch Hunger hat, beziehungsweise sehr viele der rund 100 Helfer Hunger haben, dann geht man einfach zu der nahegelegenen FastFood-Kette und kauft 200 Burger. Die Mitarbeiter haben ziemlich komisch geschaut, aber der Filialleiter konnte sie beruhigen ;) und die Bestellung mit einem Schmunzeln abwickeln.

Später am Abend ging es dann weiter und die Nacht wurde für mich und einige andere sehr sehr lang, denn es musste einiges noch getan werden. So hab ich mir den Großteil der Nacht damit um die Ohren gehauen, dass die verschiedenen Drucker im Netzwerk auch endlich das taten, was sie tun sollten und zwar drucken. Aber auch noch viele Kleinigkeiten mussten nebenher erledigt werden, wie das Stellen von Blumen an einigen Orten oder die Reinigung des Kongresszeltes. Toll ist dann auch, wenn man morgens um kurz nach 5 Uhr ins Zelt stolpert und von einem Messebauer überrascht wird, der schon fleißig dabei ist seinen Stand um- und abzubauen. Nicht, dass ich mit dem Messebauer den Job tauschen möchte, aber genial finde ich es immer wieder, wie flexibel die Leute sind oder auch sein müssen. Zu unmöglichen Uhrzeiten arbeiten sie und müssen sich ständig neuen Herausforderungen stellen.

Eine geniale Geschichte fällt mir in diesem Zusammenhang auch noch ein, wo wir mit einigen Leuten auch zu Messestandbauern geworden sind am späten Abend. Im Kongresszelt war uns irgendwann aufgefallen, dass an einem Stand in einer Vitrine sämtliche Ausstellungsflaschen umgekippt waren. Tatkräftig wie wir waren, haben wir uns dieser Vitrine angenommen und zuerst auseinandergebaut, was sich einfacher anhört als es war. Das große Problem bestand vor allem darin nicht die ganze Glasvitrine zu verdrecken mit unseren Fingerabdrücken, doch das Problem konnten wir mit Einweghandschuhen und später auch noch mit Fensterputzzeug lösen. Die Verkabelung der Vitrinenbeleuchtung war dann eine nächste Herausforderung, so wie die Fixierung der Flaschen in der Vitrine mit dem Ziel, dass diese nicht wieder umkippen. Am Ende war alles wieder hergerichtet, die Flaschen sind kein weiteres Mal umgekippt – soweit mir bekannt ist ;) .

Auch wenn solche Aktionen Kraft, Nerven und einiges an Kreativität kosten, so sind diese Erlebnisse bei solchen Veranstaltungen immer die Spannendsten und auch ganz persönlich zugegeben der Nervenkitze, den ich liebe.

Sonst ist während des Kongresses eigentlich alles rund gelaufen, er war sehr gut durchgeplant und nach dem Abschlusspanel auf der Bühne zu stehen unter dem Applaus der vielen Teilnehmer war ein echt gutes Gefühl, auch wenn ich nur rund eine Woche mit im Einsatz war. Mit anzusehen, wie so etwas, wie der WBD praktisch entsteht, Eindrücke von der Stimmung immer wieder zwischendurch in Gesprächen mit Referenten und Teilnehmern zu erhaschen.. einfach toll.

Abschließend war auch noch eine Fahrt zu einer großen Supermarktkette während der Abbauzeit ziemlich lustig. Im Gepäck rund 60 Kisten Leergut, so wie unzählige Einwegpfandflaschen.. Mit einem gewissen Stolz kann ich sagen: Ja wir haben es geschafft den Alarm im Supermarkt auszulösen, obwohl ein Mitarbeiter permanent hinter dem Automaten damit beschäftigt war die Kisten aus dem Pfand-Rückgabe-System zu ziehen.

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There is one comment for this post

  1. Bernhard sagt:

    Eine schöne Zusammenfassung der Durchführungsphase!

    Noch mal vielen, vielen Dank für deine riesige und unermüdliche Unterstützung, ohne die das so nicht hätte laufen können!

    Das nächste mal aber wieder andersrum – dann helfe ich gerne!

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