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  • am 18.02.2010
  • um 20:22 Uhr
  • von Stefan

Karneval 2010 0

Feb18

Was ist wenn alle Menschen verrücktspielen, sich verkleiden und plötzlich all ihre Alltagssorgen vergessen. Na dann ist Karneval. Ich durfte diesen Brauch nun einmal hautnah in der Karnevalshochburg Köln miterleben. Für einen Münsterländer und Globetrotter auf jeden Fall ein besonderes Ereignis.

Los ging es für mich Mitte Januar, wo ich mich kurzerhand dazu entschlossen habe mit der crux Gruppe bei den Schull- und Veedelszöch (Schul- und Stadtteilszüge) mitzulaufen. Das Motto der Gruppe „Hier bin ich Mensch .. hier darf ich sein“ spielte auf das frisch am Wochenende vor Karneval eröffnete Café im jugendpastoralen Zentrums crux an. Dieses Café soll ein Ort sein an dem junge Menschen mit Glauben und Kirche in Berührung kommen. Ganz im Sinne des Cafés war das Kostüm eine Kaffeetasse, in die viele Stunden Arbeit gesteckt werden musste bis das es fertig war.

Ein weiteres Highlight war Weiberfastnacht, auch wenn ich erst spontan nach 21 Uhr losgezogen bin mit einer bunten Truppe, so herrschte auf den Straßen und in der Kneipe, wo wir waren sehr gute Stimmung. Unglaublich, wie manche Leute feiern können und was da alles passiert. Der nächste Schritt in Richtung Karnevalsumzug stand dann zweit Tage später am Samstag an. Wir haben die letzten Vorbereitungen getroffen, Kamelle in Tüten verpackt, den Raum für das Frühstück vorbereitet und noch viel mehr. Abends dann früh und total fix und fertig ins Bett, um am nächsten Tag richtig fit zu sein.

Der Rosensonntag begann ziemlich früh, denn schon ab 8 Uhr war im crux ein Frühstück bereitgestellt. Dort angekommen, zuerst durch die Schneemassen gekämpft ;) , mussten dann noch einige Kostüme fertiggestellt werden und gegen 9.30 Uhr sind wir dann warm angezogen in Richtung Aufstellplatz losgezogen mit rund 40 Leuten. Das schlimmste am Zug ist im Übrigen das lange Warten, bevor es losgeht, doch ist man dann einige Stunden später endlich unterwegs ist es genial. Denn nachdem man durch das Severinstor  zieht sind die Straßen gesäumt von fröhlichen Menschen, die Kamelle und Strüssjer (Blumen) einfordern. Einige fordern verhalten, einige fordernd und einige reißen einem die Sachen fast aus der Hand. Am späten Nachmittag war der erste Spuk dann vorbei und wir sind wohlbesonnen an St. Gereon angekommen und dann gemeinsam wieder ins crux gefahren. Dort ist der Tag dann gemütlich ausgeklungen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich später war endlich im Bett zu liegen , dass frühe Aufstehen, lange Warten und der Zugweg  haben einfach ihren Tribut eingefordert :D .

Rosenmontag ging es für mich wieder ins crux, wo der Pappnasentreff stattgefunden hat. Das Gute am crux ist, dass es direkt an der Zugstrecke liegt und es dort einen abgesperrten Bereich gibt an in dem man sich sehr gut aufhalten konnte ohne sich in der Menge baden zu müssen. Des Weiteren sind der unkomplizierte Zugang zu Getränken und sanitären Anlagen weitere Pluspunkte.. Im ganzen betrachtet ein anstrengendes aber geniale Karnevalsession.

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