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  • am 06.01.2010
  • um 01:20 Uhr
  • von Stefan

Sternsingeraktion 2010 0

Jan6

In vielen Städten und Dörfern ist es gerade im deutschsprachigen Raum ein bekannter Brauch, dass die Sternsinger  um den 6. Januar herum von Tür zu Tür gehen und Spenden für Hilfsprojekte sammeln. In diesem Jahr hab ich es auch mal wieder geschafft mit dabei zu sein und habe aus diesem Grund die Aktion und die Reaktionen auch im Internet ein wenig intensiver verfolgt.

Doch zuerst einmal zu der Tour mit meinen Jungs. Wir hatten das Außengebiet unserer Gemeinde, was so viel bedeutet, dass wir in den Genuss kamen mit dem Auto von Bauernhof zu Bauernhof zu fahren. Mit dabei waren neben drei weiteren Gruppenleitern und einer vierer Delegation aus meiner Messdienergruppe (eigentlich rund 10 Leute) auch noch drei Jungs aus Messdienergruppe aus einem älteren Jahrgang. Das Sternsingen ging ziemlich unkompliziert mit den Jungs, da sie schon ein paar Jahre Erfahrungen mitbringen, wenn wir jetzt mal von der kreativen Ader absehen, wie sie den Segensspruch „20+C+M+B+10“ an einige Häuser angeschrieben haben. Auch das Endergebnis für unseren Bezirk war in Ordnung, was aber die Tatsache nicht besser macht, dass insgesamt rund 15-20% weniger Einnahmen als im letzten Jahr gemacht wurden.

Auch wenn es in vielen Gemeinden vom Ergebnis her gleich geblieben ist, so habe ich mittlerweile viele Stimmen gehört, dass sie in diesem Jahr ein schlechteres Ergebnis eingefahren haben. Dies ist traurig, aber irgendwie auch kein großes Wunder bei Stimmung, die durch die Wirtschaftskrise  entstanden ist. Viele Leute schauen immer bewusster darauf, ob größere Anschaffungen von regionalen beziehungsweise deutschen Herstellern kommen. Generell ist es ja zu befürworten, dass die Menschen sich Gedanken darüber machen, woher ihre Einkäufe kommen, aber aktuell ist es oft mit sehr viel Hass gegen andere Völker und Länder verbunden. Allen voran natürlich China, Japan und Amerika so wie so.

Ok, die Diskussion führt jetzt zu weit, doch bleiben wir doch gleich einmal politisch. Die Sternsinger waren nämlich auch bei der Politik zu Gast. Der größte Empfang war da wohl im Bundeskanzleramt bei Merkel, die gleich aus allen Bistümern Delegationen empfing. Das passende Video ist natürlich auch im Internet abrufbar.

Bleiben wir doch gleich mal beim Stichwort Internet und zwar gibt es natürlich auch bei Twitter und anderen Sozialen Netzwerken unzählige Beiträge. Neben vielen positiven gab es leider auch soetwas:

RT @kobenkruemel: Achtung: Es sind wieder Sternsinger unterwegs! (Pfefferspray bei conrad.de – 40 ml für 8.95 Euro!)

Nicht wirklich qualifizierend solche Tweets, denn die jungen Menschen, die als Sternsinger losziehen sind ja für einen guten Zweck unterwegs und auch sonst sind solche Aussagen wohl nicht gerechtfertigt. Aber es gibt auch sehr lustige Sachen und da möchte ich euch folgenden Tweet nicht vorenthalten:

schokiix3: @Joschy_Eien hey .. morgen um 8 bei alina – wegen sternsinger .. & BITTÄ schmink dich nich so arg ;) – is’ ja von der kirche aus :) )

Würd mal sagen, dass schokiix3 das Ganze gut erkannt hat, denn vor Gott sind wir doch alle gleich!

>> Kinder Missionswerk – Die Sternsinger

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