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  • am 21.06.2009
  • um 20:54 Uhr
  • von Stefan

Erfolg?! 0

Jun21

090521KirchentagBremen_037Was bedeutet es Erfolg zu haben? Eine interessante Frage, gerade wenn man an einem Punkt angelangt ist, der wie ein großer Meilenstein wirkt. Vor zwei Tagen habe ich meine Abschlusspräsentation gehalten und damit auch die letzte Hürde gemeistert um mein Bachelorstudium abzuschließen.

Nachdem ich im Jahre 2006 mit dem Zivildienst in Australien fertig war bin ich in Enschede angefangen International Business Management zu studieren. Der Studiengang beträgt regulär vier Jahre, doch dies erschien für mich von Anfang an ein viel zu langer Zeitraum zu sein. Meine Motivation erreichte gerade dadurch seinen Tiefpunkt, dass ich mich dann im ersten Jahr auch nicht ausgelastet gefühlt habe, doch da es für jedes Problem eine Lösung gibt, hab ich auch dafür eine gefunden. Die sah dann so aus, dass ich an einem „Fast Track“ Programm teilgenommen habe, was es mir ermöglicht hat individuell den Stundenplan zusammenzustellen und somit Kurse aus späteren Semestern vorzuziehen. Als Anmerkung sei hier gesagt, dass dieses für ein Bachelorstudium nicht der Normalfall ist, dass man Stundenpläne selber erstellt. Doch durch diese Maßnahme konnte ich schon einmal ein erstes Semester einsparen. Daneben gab es dann auch noch die Chance mein Praxissemester neben dem normalem Unibetrieb durchzuführen, so dass ich nun auf insgesamt ein Jahr Einsparung komme.

So stehe ich nun wenigen Wochen vor der Situation, dass ich nach meinen Informationen der erste aus meinem Uni-Jahrgang sein werde, der sein Abschlusszeugnis erhält. Doch kann man dieses als Erfolg bezeichnen, wenn noch unklar ist, wie es jetzt genau bei mir weiter geht?

Auf der einen Seite sicherlich ja, denn es ist das erste Mal in meinem Leben,  wo ich von heute auf morgen anfangen kann zu arbeiten ohne ein weiteres Ausbildungsprogramm zu besuchen. Auf einer anderen Seite ist der Erfolg aber auch nur von theoretischer Natur, denn nun begebe ich mich auf Jobsuche, die schwierig erscheint bei dem aktuellen Arbeitsmarkt.

Doch ich schaue trotzdem recht positiv in die Zukunft, denn wenn ich eines in den letzten drei Jahren Studium in Holland gelernt habe, dann ist es flexibel zu sein. Egal ob durch die wöchentliche Zusammenstellung von Stundenplänen, bei herausfordernden praxisnahen Projekten oder bei der universitären Bürokratie wurde stets erwartet selber Initiative zu ergreifen um zu Überleben. So wird es jetzt auch wohl in den nächsten Schritten bei mir sein, Initiative ergreifen und Lösungen zu finden, denn auch nicht zuletzt war einer meiner Schwerpunkte Strategieentwicklung, wo es an der Tagesordnung war Lösungen zu finden.

Wohin es mich als nächstes treiben wird ist ungewiss und es bleibt spannend. Gerade weil ich mich viele Jobs vorstellen kann, Interesse an verschiedenen Branchen habe und auch an keine Örtlichkeit gebunden bin.

Also eigentlich bringe ich genau die Eigenschaften mit, die in der Gesellschaft in den vergangenen Jahren immer erwartet wurden. Hoffentlich ist die Gesellschaft erfolgreich, denn das würde für mich bedeuten, dass meine Chancen recht gut stehen meine Ziele zu erreichen.

Doch egal, ob die Gesellschaft erfolgreich ist oder nicht, es kommt wohl im Leben viel mehr darauf an, dass jeder Einzelne glücklich damit ist, was er selbst erreicht hat. Zum Glück bin ich das und kann somit abschließend von meinem persönlichen Erfolg sprechen und ich hoffe auch, dass viele der Leser ebenfalls ein Erfolgserlebnis verkünden können.

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