Emanzipation der Frau auf dem Dorf? 0
Schützenfeste sind reine Männerdomänen. Wer diese Meinung vertritt, der liegt falsch. Neben Frauenschützenvereinen gibt es auch noch ein anderes Phänomen, welches mir heute begegnet ist als ich einen kleinen Spaziergang am Abend gemacht habe.
Bei uns im Dorf ist wieder einmal Schützenfest. Wohlbemerkt, dass dritte Mal dieses Jahr und wir haben noch nicht einmal 5.000 Einwohner im Stadtteil wohnen. Aber gut, dieses Wochenende ist es Mal wieder soweit und als ich in Richtung Dorfmitte ging sah ich von Weitem eine Person ziemlich betrunken daher schwanken. Nun gut, auf dieses Phänomen trifft man häufiger hier, um nicht zu sagen, dass es immer an Schützenfesttagen vorkommt. Das Interessante an der heutigen Begegnung (ca. 20.30 Uhr) war einfach, dass es ein junges Mädel im Alter von 18 oder 19 Jahren gewesen ist.
Eigentlich sind Schützenfeste hier bei uns in der Gegend die Feste der Männer, doch hierbei handelte es sich um eine Frau. Aber wie kam dies nun zu Stande? Die Erklärung ist ganz einfach, denn zu jedem Schützenverein gehört natürlich auch ein Spielmannszug, wobei das Wort „Mann“ in dem Begriff nicht mehr unbedingt passt. Der Schützenverein wird zwar nur von Männern betrieben, doch die sogenannte „Emanzipation der Frau“ hier im Dorf hat zur Folge, dass bei der Musik auch Frauen ran dürfen.
Es zeigt einmal wieder, dass es an allen Stellen Ausnahmen gibt und so bedeuten Schützenfeste heutzutage nicht mehr, dass am Ende Männer nach Hause wanken, sondern besser ausgedrückt, dass alle involvierten egal ob Mann oder Frau sturzbetrunken den Heimweg suchen.
Schade eigentlich, dass sich die einzige „Kultur“ an vielen Orten auf diese Art Veranstaltungen beziehungsweise auf diese sichtbaren Auswirkungen beschränken.
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