Wiener Heuriger 0
In Österreich gibt es „Heurige”, was ein Zwischending von einer Kneipe und einem Restaurant ist und vor allem Wein ausgeschenkt wird, abgesehen von Heurigen im Mostviertel, die dann Most ausschenken.
Am letzten Dienstag wurde ich in die Wiener Heurigenkultur eingeführt von einigen KJ’lern, wobei der Ort des Geschehens Stammersdorf war, einem Stadtteil von Wien, welcher aber gefühlsmäßig ganz weit außerhalb liegt. Nach einem Besuch eines Mostheurigen während der Bundeskonferenz der Katholischen Jugend vor zwei Wochen hatte ich große Befürchtungen, dass ich den Wiener Heurigen überstehen würde ohne irgendwelche komischen Spielchen und Tänze über mich ergehen zu lassen. Doch in Wien war es – zum Glück – anders. Es war einfach nur eine gemütliche Runde, wo ich verschiedene „Kracherl” probieren konnte und auch in den Genuss eines Sur-Schnitzels gekommen bin. Die Kracherl beschreibt man am besten mit Limonade, die es in den Sorten Zitrone und Himbeere gab. Ein Sur-Schnitzel ist ein „normales” Schnitzel, wo das Fleisch vorher in Salz eingelegt wurde. Zu der Schnitzelkultur in Österreich ist noch anzumerken, dass es verpönt ist in einer gewissen Weise, das Schnitzel mit Soßen zu essen, was ich ein wenig schade finde, da es dann so trocken ist, aber wichtiger ist wohl, dass es trotzdem lecker ist.
Der Abend beim Heurigen war sehr gesellig und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es ist generell eine Stärke von Österreich, dass das freizeitliche Leben sehr viel stärker gesellig mit anderen gelebt wird als in Deutschland und so trifft man sich hier gerne in Kaffeehäusern oder eben beim Heurigen mittags, nachmittags oder abends und das nicht nur am Wochenende.
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