Strategien für die kirchliche Jugendarbeit
Sonntag, 10. Mai 2009 | Autor: Stefan
Ich beschäftige mich in meiner Bachelorarbeit gerade sehr damit neue Ideen zu entwickeln, wie kirchliche Jugendarbeit in der Zukunft funktionieren könnte. Einige dieser Vorschläge habe ich am letzten Donnerstag nun in kleiner Runde vorgestellt, da meine Arbeit fast fertig ist.
Einer der Hauptansätze meiner Arbeit ist, dass ich denke, dass es aktuell ein Umdenken erfordert und man die noch vorhandenen Kräfte bündeln muss um wieder Erfolge generieren zu können. Bündelung von Kräften bedeutet vor allem, dass man seine Zielgruppen einschränkt und sich nicht mehr wie bisher an dem Szenario klammert, dass Jugendliche sich in einer der Pfarrei angegliederten Jugendgruppe sich befinden beziehungsweise befinden wollen. Es gibt sicherlich noch viele Jugendgruppen in den Pfarreien, aber oft ist dies mehr Schein als Sein, denn viele Gruppenleiter sind auch die einzigen Mitglieder der Jugendgruppe. Ich stoße mit meiner Aussage sicherlich nicht auf große Freude innerhalb der Kirche, was mir bewusst ist, muss auch fairerweise gesagt werden, dass es geographische Unterschiede gibt. Trotzdem ist der derzeitige allgemeine Tendenz dahingehend, dass der Großteil der Jugendliche sich nicht mehr in den Pfarrgemeinden zugehörig fühlen und sich dort organisieren. So entsteht für mich der Anspruch, dass die Kirche wieder dahin gehen muss, wo die Jugendlichen sind um dort mit ihnen zu arbeiten und nicht an den Stellen, wo die „Institution Kirche” diese am liebsten haben möchte.
Praktisch bedeutet dieses eine Bündelung der Ressourcen auf den Kerngebieten, welche da Rekrutierung, Unterstützung, so wie Fort- und Weiterbildung sind. Aber es bedeutet auch, dass man neue Zielgruppen entgegen treten muss, was zur Folge hat, dass die traditionellen Zielgruppen auf Grund mangelnder Relevanz über mittlere und lange Sicht nicht mehr direkt bedient werden können. An Stelle alles selber als Organisation machen zu wollen kann da zum Beispiel auch ein Ansatz sein, dass Ehrenamtliche mehr mit Eingebunden werden. Es geht hier nicht um eine Ausnutzung dieser, sondern um einen gesunden beidseitigen Nutzen, da verbunden mit einem ehrenamtlichen Engagement auch immer eine Belohnung für den sich Engagierenden entstehen sollte zum Beispiel auf Ebene von Förderungen, aber nicht durch Geld.
Wer als Zielgruppe in Frage kommt, wie man am besten mit diesen Gruppen arbeitet, dass eher zu einem späteren Zeitpunkt hier, denn zuerst steht vorerst jetzt noch an, dass meine Arbeit auch komplett fertig wird. Fragen oder eine Diskussion wird dennoch gerne gesehen von meiner Seite, auch wenn meine Arbeit fast fertig ist.

