Kurzurlaub München 0
Einfach mal raus aus dem Alltag, rein in eine aufregende Stadt, dass war der Plan als ich in Richtung München aufgebrochen bin am Dienstag. Hier nun ein kleiner Bericht mit meinen Erfahrungen mit Hofbräuhaus, Augustiner, dem alten Peter, den vielen Bekannten und was bei mir in den kommenden Tagen ansteht.
Als ich vor einigen Wochen den Entschluss faste wusste ich noch gar nicht, wie gut dieser Zeitpunkt gewählt war. Eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk machte mir das weiterschreiben an meiner Bachelorarbeit ein wenig schwierig am letzen Wochenende. So war München jetzt einmal mehr eine gut genutzte Zwangspause.
Am Dienstag sollte es dann um 10.20 Uhr los gehen und in meinem Übermut war ich dann auch schon recht pünktlich vor Ort, da ich auf dem Weg zum Bahnhof noch einiges erledigen musste. Das hat schnell geklappt und als es dann am Westbahnhof in Wien hieß, dass der Zug 20 Minuten Verspätung hatte war das nicht wirklich erfreulich.
Mit der Verspätung im Gepäck ging es dann aber doch recht zügig los in Richtung Wien mit dem Railjet der ÖBB (Österreichische Bahn). Was ich ein wenig komisch fand war, dass dieser Hochgeschwindigkeitszug in der ersten Stunde nicht schneller als 100 km/h gefahren ist. Das lag wohl vor allem an der Kurvenreichen Strecke, die es dem Zug nicht erlaubte schneller zu fahren.
In München dann angekommen war mein erster Zwischenstopp im Büro des Ökumenischen Kirchentages, welcher nächstes Jahr in München stattfinden wird. Dort angekommen traf ich viele Bekannte vom Katholikentag an und wie geplant machte ich mir mit Melanie einen Termin für den Mittwoch aus.
Recht lustig war noch, dass ich im Büro, Clemens, einen anderen Ehrenamtlichem vom Katholikentag getroffen habe, der wohl zufällig im gleichen Zug wie ich gesessen war. Leider hatten wir uns dort nicht erkannt als er einmal Zwischendurch durch den Zug gerannt war.
Nach meinem Abstecher zum ÖKT Büro habe ich dann am Stachus Rebecca getroffen. Rebecca kenne ich noch aus meiner Zeit in Australien, wo wir eine Zeit lang im selben Seniorendorf gearbeitet haben. Später am Abend hab ich mich dann mit Hermann, dem Österreicher, welchen ich aus Schweden kenne und der jetzt in München seine Masterarbeit schreibt, zusammen telefoniert.
Bei Hermann bin ich die Tage auch untergekommen – ein herzliches Dankeschön noch einmal an dieser Stelle – und am ersten Abend waren wir dann später auch noch bei seinem Kollegen.
Am Mittwoch stand für mich dann die Erkundung der Stadt an und so bin ich kreuz und quer durch die Straßen gelaufen, habe die Leute beobachtet und mir die wichtigsten Punkte angeschaut, wie den alten Peter, wo ich auf den Turm gestiegen bin. Dieser ist sehr zu empfehlen, da es nur einen Euro kostet für Studenten und man dort einen Großteil der Stadt von oben sehen kann. Cool an dieser Stelle war auch noch, dass im Turm ein Geocache zu heben war.
Neben diesem Cache konnte ich auch noch ein paar weitere in München heben darunter auch ein virtuell Cache. Der Abschluss des Tages viel dann ruhiger aus, aber war super und zwar ging es in den Augustiner Biergarten mit Hermann, Melanie und Jule (eine Freundin von Melanie). Zu dem Biergarten muss ich sagen, dass ich ein wenig überrascht war, dass man an einigen Stellen sein eigenes Picknick mitbringen konnte, aber davon ab war alles super typisch.
Donnerstag war das Wetter dann leider nicht mehr so freundlich, doch ich entschied mich trotzdem dafür einen Rundgang durch einen Teil des Englischen Gartens zu machen. Ich bin insgesamt sehr positiv überrascht, dass es nicht nur in dem Park so grün war, sondern durch die ganze Stadt sich das grün zog.
Doch auch wenn es grün war und München als sehr sauber gilt war es dreckig im Vergleich zu anderen Ländern und Großstädten. Es ist schade, dass Deutschland eigentlich immer wie eine Abfallhalde aussieht, wo jeder seinen Mist einfach auf der Straße liegen lässt.
Aber zurück zum Donnerstag, wo ich wegen des schlechter werdenden Wetters mich dann dazu entschied ins Deutsche Museum zu gehen. Sehr interessant war der Studententarif, der fast ein Drittel des Normalpreises war und somit richtig akzeptabel für die kleine Geldbörse eines Studenten. Im Deutschen Museum bin ich dann planlos durch die einzelnen Stockwerke und bin an ganz vielen Stellen einfach immer wieder hängen geblieben.
Abends ging es dann mit Hermann in ein Lokal, wo wir etwas bayrisches auf den Teller bekamen und in meinem Fall Ochse mit warmen Kartoffelsalat war, was mir sehr zugesagt hat, wobei westfälischer Kartoffelsalat ist natürlich viel besser. Die Krönung dieses Lokalbesuches war dann der Kellner, der nicht rechnen konnte und der bei zu zahlenden 30€ und gegebenen 40€ noch 20€ wieder zurück gegeben hat trotz eigener Kontrolle.
Weiter ging es dann zum Stachus, wo wir Annemarie abholten. Annemarie kenne ich auch aus meinem Australien Aufenthaltes, wo sie damals bei der Konkurrenz gearbeitet hat
. Als Annemarie erzählte, dass sie in den letzten Jahren auch in vielen Ländern gewesen ist hat mich das irgendwie an mich selbst erinnert und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass uns in Deutschland eigentlich wenig hält.
Nachdem Annemarie schon früh wieder in Richtung Freising aufgebrochen ist ging es für Hermann und mich noch weiter zum Hofbräuhaus, wo sämtliche bayrischen Cliches sich übertroffen haben mit Volksmusik und Tanz, so wie noch anderen Vorurteilen, die so gegenüber dieser Region gehegt und wie es scheint auch von ihnen selbst gepflegt werden.
Mit dem Hofbräuhaus war dann auch schon mein Aufenthalt in München fast zu Ende und es ging zurück in Richtung Wien, wobei ich erst dieses Wochenende noch auf der Bundeskonferenz der Katholischen Jugend Österreich sein werde, die in Zeillern stattfindet.
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