Kurztrip Polen 0
Letzten Sonntag ging es auf nach Polen für einen Kurztrip, der durch das internationale Büro unserer Universität organisiert worden war. So machten sich neben mir auch noch etwa 150 weitere Studenten mit auf den Weg nach Gdynia, Sopot und Gdansk (Danzig)
Los ging es ab Karlskrona gegen 21 Uhr mit der Fähre über die Ostsee, die an diesem Abend sehr ruhig war, wobei wir in unserem Raum das Gefühl hatten direkt im Maschinenraum zu schlafen. Die Fährüberfahrt haben wir alle super überstanden im Gegensatz zu unseren pakistanischen Nachbarn die die ganze Nacht komische Geräusche von der Toilette aus gegeben haben, was ja noch ein wenig lustig war. Abgesehen davon bin ich von den Pakistanern aber total enttäuscht, was deren Verhalten betrifft. Ich bin ja schon einiges aus meinem Wohnhaus gewohnt, wie zum Beispiel, dass wir die Küche nicht benutzen können, da sie total dreckig mit Essensresten ist und dort des Öfteren auch Leute auf den Sofas schlafen. Auch der Gestank bzw. der Rauch von verbranntem Essen auf dem Flur ist gar nichts zu dem was auf dem Schiff passiert ist. Auf diesem gab es nun eine Bar mit einer kleinen Tanzfläche und als wir nach einigen Stunden dort vorbeischauten trafen wir viele von den Pakistanern total betrunken dort an, was ich noch nicht einmal werten möchte.
Doch wenn beim Tanz dann vor allem die europäischen Frauen angemacht werden in einer Art die eine Degradierung des Geschlechtes da hört es auf. Jemand der – in diesem Fall einige Frauen – ganz klar mit der Hand ein „Stop“ anzeigt und dieses auch verbal äußert sollte respektiert werden und dort muss auch wirklich ein Ende sein und das Gegenüber sollte Abstand nehmen. Leider war dieses an den zwei Abenden eher seltener der Fall und von ähnlichen Erfahrungen können die meisten Europäer die mit auf dem Kurztrip waren berichten. Schade auch, dass durch diese Situationen sehr viel Gewaltpotential vorhanden war und einige europäische Herren auch plötzlich in einigen Handgelangen verwickelt waren, die sie weder provoziert noch in irgendeiner Form etwas zu tun gehabt haben.
Nun aber ein wenig zu dem Trip, der bis auf eine weitere Ausnahme sehr gut war und das war unser erster Eindruck von Polen. Zuerst fuhren wir mit unseren fünf Bussen am Montagmorgen nach Gdynia und besuchten dort eine Markthalle. Was wir dort sollten ist echt die große Frage, denn es gab wenig, davon aber sehr viel zu sehen. Eine Menge verschimmelter Pilze, die zum Verkauf angeboten wurden oder einen ganzen Shop voll mit Tierfutter und eine Menge anderer Dinge. Nach diesem Abstecher wurde es dann aber mit der Zeit sehr viel besser, denn in Sopot waren wir am Meer bei strahlender Sonne und erkundeten den längsten Pier Europas, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Danach ging es weiter in die Kathedrale, wo wir noch die letzten Minuten eines Orgelkonzertes mitnahmen, welches in einer Protestreihe gespielt wurde. Das Highlight war dann ein wenig später aber in Gdansk, was in Deutschland besser bekannt ist als Danzig aus welcher der Schriftsteller Günter Grass stammt.
Unser erstes Ziel in Danzig war ein bürgerliches Wirtshaus, was wir mit Hilfe von Joanna und Julia - zwei polnischen Erasmusstudentinnen mit denen wir viel zu tun haben – gefunden haben. Dort kamen wir dann für etwa 7 Euro in den Genuss von einem russischen Gericht, was in Polen aber größte Bekanntheit hat: „Pierogowa uczta“.
Meine kleine Nachforschung hat ergeben, dass es sich hierbei auf Deutsch um „Piroggen“ handelt. Das ist eine Art große Tortellini die in unserem Fall entweder mit Sauerkraut, Fleisch oder Käse gefüllt war. Piroggen kann man im Übrigen auch mit Maultaschen, Schlutzkrapfen oder Kärntner Nuddeln vergleichen^^. Ich muss sagen, dass mir das super geschmeckt hat und wie kann es anderes sein für einen Deutschen, die mit Sauerkraut waren die besten.
Nach dem Speisen mussten wir uns ein wenig beeilen und so gingen wir kurz in ein Shoppingcenter und erkundeten später im Eilschritt Danzig. Dabei fällt sehr stark auf, dass Danzig sehr viele schöne bemalte und verzierte Häuser und Gebäude hat. Für unsere Digitalkameras genau das richtige um etliche nette Fotos zu machen.
Am späten Nachmittag um 17 Uhr ging es dann leider schon wieder zurück zur Fähre, wo wir ziemlich erschöpft ankamen. Um unseren Energiehaushalt für den Weg zurück wieder auszugleichen gab es später dann ein sehr reichhaltiges Buffet. Der Trip war super und der Preis von circa 40€, wo die Fährüberfahrten, der Busshuttle in Polen und das Abend- und auch das vorangegangene Frühstücksbuffet eingeschlossen waren, einfach nur Hammer.
Den Rückweg von Karlskrona nach Ronneby haben wir schließlich am Dienstagmorgen auch überstanden, wobei uns der erste Bus netterweise komplett stehen gelassen hat (etwa 130 Leute) und leer weggefahren ist.
Die Tour hat allen sichtlichen Spaß gemacht, so auch mir!
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