Tanzende Wachen in Stockholm 0
Am Dienstag ging es auf nach Stockholm, die Hauptstadt von Schweden. Um von Ronneby aus nach Stockholm zu gelangen braucht man mit dem Auto etwa 6 Stunden und legt dabei 550 Kilometer zurück. Die Überfahrt dauert zwar ein wenig dafür kann man bei den niedrigen Höchstgeschwindigkeiten ganz viel Natur durch das Fenster betrachten.
Stockholm selber ist eine wunderschöne Großstadt, hier harmonisieren Ruhe und Hektik gut miteinander. Nachdem wir unser Hotel bezogen hatten in dem Stadtteil Sollentuna machten wir uns auf zur naheliegenden Bahnstation. Am Schalter erfuhren wir dann, dass für uns das 24 Stunden Ticket für 100 Kronen am günstigsten ist und so fuhren wir nach kurzer Zeit schon in Richtung Hauptbahnhof. Auch in Stockholm fiel mir mal wieder auf, wie pünktlich die Bahn hier ist und zwar 2 Minuten zu früh, wobei sie bis zur Abfahrtszeit wartet. Im Hauptbahnhof merkten wir schon nach kurzer Zeit, dass hier ein anderes Tempo herrscht, die Leute rannten regelrecht und ganz wichtig ist, dass man immer links läuft, denn sonst steht man im Gegenverkehr.
Erste Erkundungen führten uns in den Stadtteil Gamla Stan, also die Altstadt. Es ist ein netter Platz mit vielen kleinen Häusern und Geschäften und es war sehr angenehm sich dort zu bewegen und alles in Ruhe zu betrachten. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wenn man Stockholm in den Sommermonaten besucht diesen Teil der Stadt meiden muss, da sich hier ein Souvenirshop an den nächsten Reiht an einigen Stellen und ich mir genau vorstellen kann, wie voll es dann dort ist.
Heute sind wir dann schon recht früh nach einem sehr reichhaltigen Frühstück, wo man die Übersicht verloren hat auf Grund der Reichhaltigkeit, nach Stockholm wieder rein gefahren und haben uns weitere Teile der Altstadt angeschaut. Gegen 12 Uhr haben wir uns dann auch in Richtung Schloss bewegt, da dort mittwochs immer um 12.15 Uhr die Wachablösung stattfindet. Wir hatten damit gerechnet, dass es ziemlich langweilig wird und wir maximal 15 Minuten dort verbringen würden, aber dem war nicht so. Neben Zeremonie gab es von der Kapelle einige sehr unerwartete Songs mitunter von ABBA. Damit ihr mir das glaubt hab ich auch gleich ein Video gemacht, wo ihr auch seht, wie unsynchron die Soldaten tanzen! (Sorry für die schlechte Qualität)
Im weiteren Teil des Tages haben wir uns das Vasa Museum angeschaut. Die 50 Kronen für Studenten haben sich echt gelohnt auch wenn es nur ein Schiff ist. Jeder Wikiartikel kann sicherlich besser beschreiben, was die Vasa für ein Schiff war und warum es gesunken ist. Deshalb befasse ich mich hier einfach nur darauf euch zu erzählen, dass man das Schiff aus sechs Ebenen betrachten kann in dem Museum und damit eine ganze Menge lernt, wie so etwas aufgebaut war.
Bevor der Tag durch eine leckere mexikanische Pizza abgerundet wurde sind wir noch die Einkaufsstraße gewandert. Es muss wahrhaftig ein Traum für Frauen sein, wenn sich gleich drei H&M’s die Hand reichen und weitere zwei nur wenige hundert Meter weiter zu finden sind. Aber auch wer sich an anderen Labels mehr erfreut hat Glück, denn hier gibt es fast alles, aber zu seinem eigenen Preis. Trotz der Preise hier empfehle ich aber jedem selber hier einmal vorbei zu schauen, eine moderne, lebendige Stadt, die Ausgelassenheit ausstrahlt.

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