European Language Day 0
Der Europäische Tag der Sprachen wurde am 26. September begangen und aus diesem Grund hat die Region Blekinge sich ein besonderes Programm für Schulen ausgedacht. Dabei gehen ausländische Studenten in den Fremdsprachenunterricht ihrer Muttersprache erzählen ein wenig über sich und über ihre Heimat.
Das ich mit dabei sein konnte war heute gar nicht so selbstverständlich. Da das Angebot durch die Schulen nur sehr gering angenommen wurden haben viele ausländische Studenten eine Absage bekommen, darunter auch ich, aber nicht Melissa. So hab ich mich an sie dran gehängt und bin auf gut Glück mitgegangen und da die Lehrerin keine Einwände hatte konnte ich mich heute auch in einer schwedischen Schule umschauen, genauer gesagt im „Af Chapman“ Gymnasium. Diese Schule lag in einem sehr komischen Gebäude, welches eine Mischung aus Flugzeughangar und Barockschloss dargestellt hat. Im inneren erwarteten uns breite Flure und ein recht großer Klassenraum. Auffällig war die Ausstattung und zwar war in diesem Raum sehr viel auf Gruppenarbeit ausgerichtet. Zwei große Reihen Gruppentische in der Mitte und rund herum weitere Gruppentische, welche mit Computern ausgestattet war. Auch alle anderen Lehrmittel sprachen sehr viel für viel Gruppenarbeit, die sehr typisch ist für das schwedische Schulsystem, wie uns die Schüler später auch erzählten. Doch zuerst einmal haben wir uns am Anfang der Stunde kurz vorgestellt und die Schüler, die alle im Alter von 17 Jahren waren und mittlerweile über 6 Jahre Deutsch lernen, haben den Arbeitsauftrag bekommen sich fragen auszudenken, die sie uns im nächsten Schritt gefragt haben. Dadurch hat sich eine Art Gespräch ergeben, wo wir auch die Möglichkeit hatten uns die schwedische Kultur einmal von richtigen Schweden erklären zu lassen. Dass sie richtige Schweden und Schwedinnen waren hat man ihnen aber auch durch das Aussehen angesehen.
Im letzten Schritt haben wir noch 20 Minuten deutsches Kindertabu gespielt. Dabei fand ich es sehr erstaunlich, dass alle aus dem Kurs ein sehr gutes Deutsch gesprochen haben; natürlich nur wenn sie es gewollt haben.
Das war der schöne Teil meines Chaos-Tages, der zu 50% nach Murphys Gesetz abgelaufen ist. Darüber aber lieber im nächsten Beitrag.

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