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  • am 15.09.2008
  • um 22:34 Uhr
  • von Stefan

Hawaii plus Gott & die Welt 0

Sep15

Am Samstagabend wurde von Seiten der Polinnen zu einer kleinen Hawaii-Party ins Nachbarhaus eingeladen. Dabei war es natürlich eine Pflicht sich dementsprechend zu kleiden, was viele auch in Angriff genommen hatten. Auch ich war nachmittags noch in Karlskrona mit Natalia und Hermann gewesen um Plastik-Hawaii-Ketten zu erwerben. Die Party war sehr nett, es waren viele Leute da und die meisten kennt man nun mittlerweile auch. Eine Gruppe, die in unserer bunt gemischten Truppe, damit mein ich ca. 10 Nationen, immer fehlt, dass sind die Pakistanis. Ein sehr aktueller Grund ist sicherlich der Fastenmonat Ramadan, den sie gerade feiern. Als ich mal kurz auf dem Sprung zurück in mein Haus war da traf ich Muhamed und hab mir das alles mal ganz genau erklären lassen. Im Fastenmonat, dem neunten Monat des Jahres dürfen die Muslime laut seiner Aussage nicht während der Tagzeit essen. Das bedeutet in etwa Abendessen um 19 Uhr, wenn die Sonne untergegangen ist und Frühstück um 4 Uhr, bevor die Sonne aufgeht. Bei dieser Sache geht es auch eher weniger darum die Muslime zu ärgern, sondern viel mehr darum, dass ein weiser Muslim heraus gefunden hat, dass dieser Lebensrhythmus sehr gesund ist einmal im Jahr. Ich als Lang- und Nachtschläfer hege da zwar meine Zweifel, aber ich bin auch katholisch und glaube somit nur an den gleichen Gott. Das war dann auch gleich das zweite Thema was wir behandelten. In Australien hatte ich damals auch schon einmal die Gelegenheit mit einer Muslimin darüber zu sprechen und das Ergebnis war dieses Mal ähnlich. Und zwar ging es darum, was einen Muslim ausmacht und zwar geht es vor allem darum vollkommen zu werden in einem positiven Sinne. Krieg und Terrorismus schließt das Ganze eindeutig aus, da es anderen Schaden zufügt.

Eine für mich sehr interessante Beobachtung war durch das ganze Gespräch hindurch, dass Muhamed die ganze Zeit sehr gewollt war mir über seine Ansichten zu erzählen und sich auch nicht durch seine Freunde, die ihn versuchten zur Eile zu bewegen, aus dem Konzept bringen lies. Am Ende bleibt zu hoffen, dass zwischen seinem Erzählten und der Praxis in der Zukunft keine Lücke vorhanden ist.

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