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  • am 08.07.2008
  • um 00:39 Uhr
  • von Stefan

Pier Giorgio Frassati 0

Jul8

Ein junger Heiliger für den 23. Weltjugendtag in Sydney. Das besondere ist, dass er nicht nur jung war, sondern aus dem Klischee heraus sticht, dass manch einer von Heiligen hat. So fuhr Pier gerne Ski und war auch Mitglied im italienischen Alpenclub.

Doch was hat Pier Giorgio Sohn einer Malerin und des Herausgebers einer italienischen Zeitung zum Heiligen gemacht? Pier Giorgio wurde in Turin (Italien) geboren, dort ging er zu einer Jesuiten Schule und lernte den katholischen Glauben kennen. Mit 17 Jahren trat Pier Giorgio der Vinzenz-Konferenz, die sich um Arme und Bedürftige kümmert, bei und genau diesen half er ab diesem Zeitpunkt in seiner Freizeit.

Mit der Zeit fühlte Pier Giorgio sich immer mehr dem Katholizismus zugezogen, auch wenn ihn seine Eltern davon abzubringen versuchten. Von den Freunden, die ihn scherzhaft „Robespierre“ nannten bekam er auch immer wieder ein paar Seitenhiebe, doch davon ließ er sich nicht aufhalten. Eines der größten Hobbies von ihm waren im Übrigen die Berge. Dabei nutzte er alle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung vom Skifahren bis hin zum Wandern. Aber auch sonst lebte er nicht in einer fremden Welt und mischte sich gerne auch mit seinen Freunden unter Menschen. Neben seinem Studium war Pier Giorgio auch politisch aktiv und so trat er dem Bund der katholischen Jugend Italiens, so wie der katholisch nahen Volkspartei bei.

Während der Vater italienischer Botschafter in Berlin war führte Pier sein Studium in Deutschland fort und lebte in einer Gastfamilie. Auch in dieser Zeit ermahnte er immer weiter seine Freunde in dem Grundsatz, den er beim Wandern gerne erwähnte „Lernt, in eurer Seele stärker zu sein als mit euren Muskeln.“

In seinem 21. Lebensjahr trat Pier Giorgio dann in den Orden des hl. Dominikus ein. Knapp drei Jahre später kurz vor seiner Promotion starb er dann an den Folgen seiner unermüdlichen Einsätze in den Elendsvierteln von Turin, wo er sich Polio, die Kinderlähmung zu zog.

Während seiner Beerdigung im Jahre 1925 folgten der Familie etliche unbekannte Leute, die vornehmlich aus den Armenvierteln der Stadt kamen. Etliche Jahre später um genau zu sein im Jahr 1981 wurde der Sarg von Pier Giorgio Frassati geöffnet und es wurde festgestellt, dass er nicht verwest war.

Heute ist Frassati ein Heiliger, ein Jugendlicher Heiliger, der Studium, Freunde, Sport und auch den Dienst an Armen in sein Leben, ein Leben, dass er Gott gewidmet hat, einfließen ließ. Doch nicht nur das, er ist auch einer der Schutzpatrone des 23. Weltjugendtages in Sydney (Australien).

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