Christi Himmelfahrtskommando – kleine Wege der Liebe 0
Vom 30. April auf den 1. Mai war wieder einmal das Altenbergerlicht. Das Altenbergerlicht ist ein Friedenslicht, welches seit dem zweiten Weltkrieg jährlich aus Altenberg in die Gemeinden ausgesendet wird. Neben einem großen Aussendungsgottesdienst am 1. Mai findet auch ein großes Jugendtreffen statt. Für mich war es dieses Jahr das zweite Mal, wo ich mit dabei war.
Am 30. machte ich mich nun wieder einmal nach Altenberg auf und erreichte das Rheinland gegen 15.30 Uhr. Da ich mich mit einigen Bekannten von der Domino Community gegen 16 Uhr treffen wollte und noch kein Grillfleisch hatte machte ich mich vor Ort auf die Suche nach einem Supermarkt.
Der Hunger plagte mich schon sehr, da mein Mittagessen auch ausgefallen war als ich nach langer Suche endlich irgendwo in einem tollen Ort wiedergefunden habe, der auch einen Aldi besaß. Da ich aber nicht auf die beschränkte Möglichkeit einlassen wollte nur Wurst zu grillen schlug ich mich weiter durch zuerst zu einer Bäckerei, die leider nur harte Brötchen verkaufte. Besser als nichts und so gab es ein Körnerbrötchen, welches ich letzten Endes nicht einmal gegessen habe, da mir die Schokobrötchen aus dem Aldi dann doch mehr angesprochen haben. Das Problem mit dem Grillfleisch hatte ich um kurz vor 16 Uhr aber immer noch nicht gelöst, doch wie das Glück es gut mit mir meinte fand ich noch eine nette Fleischerei, die ganze Theke mit Grillfleisch gefüllt war. Anscheinend steigen die normalen Kunden dort zum ersten Mai komplett auf Grillfleisch um. Nett war auch die Aussage als ich das drittletzte grün marinierte Fleischstück haben wollte der Kommentar der Verkäuferin: „Wir haben noch mehr. Soll ich es holen?“.
Dankbar machte ich mich dann auf zum Haus Altenberg, wo ich die Prozedur mittlerweile schon kannte vom letzten Jahr. Am Wendehammer einige Meter vor dem Haus ausladen und dann mit dem Trecker abholen lassen oder selber schleppen. Glücklicherweise erwähnte ich etwas davon, dass ich mit dabei sein würde einen Workshop durchzuführen, so bekam ich das Angebot direkt weiter zu fahren. Das brauchte man mir kein zweites Mal zu erzählen und so lies ich sofort alles fallen, was ich nun noch gerade versuchte in meinen Rucksack zu packen und fuhr weiter auf den Parkplatz hinter dem Haus vor.
Die nächsten beiden Stunden verbrachte ich vor allem damit nachdem ich ein paar Leute eingecheckt hatte nichts zu tun, weil alle anderen im Stau steckten. Gegen 18 Uhr kamen schließlich Silvia und später dann auch Bruder David an und wir bereiteten den Grill vor und anschließend auch den Workshop im Dom. Leider dauerte die Vorbereitung so lange im Dom, dass die Workshops schon angefangen waren bevor wir gegrillt hatten.
Der Workshop lief sehr gut an und die ersten Meter waren schnell bemalt von dem Gebetsteppich, der aus einem Stück Stoff bestand, welches Stück für Stück von den Besuchern bemalt werden konnten. Hier kamen sehr unterschiedliche Bitten und Bilder zusammen und am Ende waren die 20 Meter voll. Dafür, dass wir mit 10 Metern gerechnet hatten lief der Workshop wunderbar.
Am späteren Abend trafen auch Ortrun und Kilian, so wie noch zwei Freundinnen von Silvia ein, so dass wir endlich genug Personen waren, dass gegessen werden konnte. Durch Zufall haben wir mit unserer Gruppe auch noch einen Logenplatz erwischt in der Sitzecke vor dem Haus, wo der einzige Nachteil später war, dass es kalt wurde.
Die Vigil und der Abend verliefen sehr nett, so dass es am 1. Mai schwierig war aufzustehen. Durch ein kleines Missgeschick verpassten wir es im Dom Plätze zu reservieren, aber da vor der ersten Reihe noch Platz auf dem Fußboden war, machten wir uns trotz einiger Proteste dort breit. Es ist lustig, dass einige Personen meinen, dass sie allein durch das sitzen in der ersten Reihe ein Recht darauf haben, auch den Platz davor in Anspruch nehmen zu können. Hätten dort Jacken gelegen oder wäre es sonst kenntlich gewesen, dass eine Stunde vorher der Platz reserviert ist für jemanden anderes hätte es ein paar Kommentare weniger gegeben.
Auch trotz dieses kleinen Disputs war der Gottesdienst super, da es hinter uns auch ruhiger wurde. In der Messe drehte sich einiges um die Hl. Thérèse von Lisieux, die in ihrem Schrein mit dabei war. Es war zwar nett zu erfahren wer diese Heilige ist, die sich sehr klein gemacht hat und sehr authentisch dabei gewirkt haben muss. Doch frage ich mich, ob sie wirklich das klein sein nicht ausgenutzt hat um als Große aufzutreten. Es ist heute für uns egal, da sie die Leute heute auf jeden Fall mit ihren Überlieferungen beeindruckt. Meiner Empfindung nach würde jemand der sich ganz klein macht heute aber nicht so weit kommen, also akzeptiert werden und als Vorbild gelten. Auf der anderen Seite sind aber auch die Leute suspekt, die immer nur als die ganz Großen auftreten ohne dass sie es sind. Wichtig ist es dann schon eher ein gesundes Mittelmaß zu finden. In den Bereichen, wo man gut ist sollte man sich nicht kleiner machen als man ist und in den Bereichen wo man schlecht ist, sollte man sich auf keinen Fall größer machen als man ist, denn beides wäre Theater.
Sehr amüsant war am Ende des Gottesdienstes nachdem die Fackeln angezündet wurden, dass ich beim Auszug plötzlich auch eine in der Hand hielt. Das kam daher, dass zwei der Schreinträger auch Fackeln tragen sollten und Jakob und auch ich direkt hinter ihnen standen und ihre Fackeln in die Hand gedrückt bekamen. Schön daran war auch, dass wir mit der Prozession ausziehen durften und so viel früher draußen waren als ganz viele hundert Menschen nach uns, die teilweise 15 Minuten später noch aus der Kirche strömten.
Alles im Allen war es wieder eine schöne Veranstaltung, doch ob ich im nächsten Jahr noch einmal dabei bin liegt auf jeden Fall daran wer dann noch oder wieder dabei sein wird. Es ist schade, dass wir uns alle etwa 22 Jahre schon ziemlich alt vorgekommen sind.

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