Web 2.0 ein Wort in aller Munde 0
In Münster fand vom Donnerstag bis Freitag (3./4. April ’08) eine Fachtagung zum Thema Entwicklungen im Internet statt. Dabei ging es vor allem um Internetseiten, wo User aktiv werden können, wie in Blogs und Communities.
Mit dem Web 2.0 bezeichnet man genau die Möglichkeit im Internet, dass User in das Geschehen mit eingreifen können. Dies passiert durch die Möglichkeiten, dass User News und Termine veröffentlichen können. Neben dem besteht auch die Möglichkeit im Forum Fragen zu stellen oder zu diskutieren.
Die Hauptfrage bei dieser Tagung war, dass geschaut wurde, an welcher Stelle sich Kirche im Zeitalter vom Internet befindet. Bei den Diskussionen und Vorträgen hat sich dabei sehr schnell heraus kristallisiert, dass Kirche zunehmend zwar im Internet vertreten ist, aber dieses Medium noch nicht gut nutzt. Dies bedeutet konkret, dass Kirche das Internet als Informationsplattform zunehmend zwar nutzt, aber der notwendige Unterhaltungscharakter fehlt. Der User möchte halt auch Spaß haben beim surfen und dazu gehören interaktive Dinge, wie Foren, Chats und Gästebücher.
Schön ist, dass es auch positive Beispiele gibt, die aber allesamt private Initiativen darstellen. So gibt es bei funcity.de eine Kirche, die vor allem von Jugendlichen als Anlaufpunkt genutzt wird. Ein weiteres Projekt, welches sehr interessant ist für junge Leute, dass ist das Internet-TV. Auf der Webseite kirche.tv gibt es eine Menge Videos und Links zu Serien und Sendungen, die etwas mit Kirche zu tun haben.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei dieser Tagung war eine ethische Diskussion. Ethisch, dabei geht es darum, ob Werte eingehalten werden, damit die Menschen gut miteinander leben können. Im Fall Internet ging es bei dieser Thematik um den Punkt, wie viele persönliche Informationen der User in seinem Profil angeben sollte. Eine Meinung hierzu war, dass persönliche Infos nur in dem Maße veröffentlicht werden sollten, wie der einzelne User verkraften kann. Dabei geht es auch über eine lange Sicht, so dass jemand, der in einigen Jahren eine Ausbildungsstelle sucht, aufpasst, dass an der Stelle, wo er gerne Fotos von seinen „jugendlichen Streichen“ ins Internet stellt, nicht mit seinem richtigen Namen auftritt. Aber auch persönliche Probleme mit Eltern und Freunden gehören nicht ins Internet mit seinem richtigen Namen oder sogar mit Telefonnummer und Anschrift. Wer dennoch ein Problem hat und Hilfe sucht oder gerne Fotos von den „jugendlichen Streichen“ ins Internet stellen möchte, der hat zwei Möglichkeiten. Zum einen kann jeder sich ein oder mehrere beliebige Pseudonyme oder besser bekannt als Nicknames zulegen. Des Weiteren ist es auch immer wichtig darauf zu achten, dass die Anbieter der Communities vertrauensvoll mit den Daten umgehen. Also einfach vor der Anmeldung nachschauen, ob es eine Information über den Datenschutz gibt zum Beispiel im Impressum.
Was erwartet uns in der Zukunft von der Kirche und dem Internet. Eine Aussage eines Referenten war, dass es für Kirche noch nicht zu spät ist um auf den Web 2.0 Zug aufzuspringen. Einig waren sich dabei auch alle Teilnehmer, dass es auf private Initiativen ankommt, denn die Institution Kirche ist in dem Bereich zu langsam.
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